An den Aemil

Mit Unrecht klagest du, treuherziger Aemil, Daß man so selten nur auf deine Worte bauen, Mit Gleichem Gleiches dir gar nicht vergelten will: Wer allen alles traut, dem kann man wenig trauen.

Die Wohltaten

Wär auch ein böser Mensch gleich einer lecken Bütte, Die keine Wohltat hält: dem ungeachtet schütte – Sind beides, Bütt und Mensch nicht allzu morsch und alt, – Nur deine Wohltat ein. Wie leicht verquillt ein Spalt!

Auf den Gargil

Mit richtrisch scharfem Kiel durchackert seine Lieder Gargil. Ins neunte Jahr schreibt, löscht und schreibt er wieder. Sein Lied ist Lieb und Wein. Kann man es ihm verdenken, Daß er der Nachwelt will vollkommne Possen schenken?