Der Verzückte

Und manchmal überfällt mich eine tolle Seligkeit. Alle Dinge tragen den Orchideenmantel der Herrlichkeit. Alle Gesichte tragen an goldenen Stäben zur Schau ihr innerstes Wesen. Die Inschriften der Natur fangen zu stammeln an, leicht zu lesen.

Verse ohne Worte

gadji beri bimba glandridi laula lonni cadori gadjama gramma berida bimbala glandri galassassa laulitalomini gadji beri bin blassa glassala laula lonni cadorsu sassala bim

Einer Verdammten

Ha, wie sie heuchlerisch entrüstet, Sich hüllen in die Kutten der Moral Und wie Papa vertraulich flüstert: »Mama, dies ist ein offener Skandal«. Die hohe Gattin nickt verständlich Und vor »Empörung« brennend rot Ruft sie: »Von Denen ist es schändlich Uns schützt vor Kindersegen doch der liebe Gott.«

Totentanz 1916

So sterben wir, so sterben wir Und sterben alle Tage, Weil es so gemütlich sich sterben lässt. Morgens noch in Schlaf und Traum, Mittags schon dahin, Abends schon zu unterst im Grabe drin.

Sonnuntergang

Nun steh ich vor gewaltigem Schein Und staune in’s Abendrot hinein. Am Walde lehnt mein Rücken an: Der Wald raunt nur noch dann und wann, Ob alle die Stämme beisammen sind Und ängstlich geht der Wächter Wind.

Die Sonne

Zwischen meinen Augenlidern fährt ein Kinderwagen. Zwischen meinen Augenlidern geht ein Mann mit einem Pudel. Eine Baumgruppe wird zum Schlangenbündel und zischt in den Himmel.