Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst am frühen Morgen, wenn du am Bahnhof stehst mit deinen Sorgen: dann zeigt die Stadt dir asphaltglatt im Menschentrichter Millionen Gesichter: Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick, die Braue, Pupillen, die Lider – Was war das? Vielleicht dein Lebensglück… vorbei, verweht, nie wieder.

Park Monceau

Hier ist es hübsch. Hier kann ich ruhig träumen. Hier bin ich Mensch – und nicht nur Zivilist. Hier darf ich links gehn. Unter grünen Bäumen sagt keine Tafel, was verboten ist.

Luftveränderung

Fahre mit der Eisenbahn, fahre, Junge, fahre, Auf dem Deck vom Wasserkahn wehen deine Haare. Tauch in fremde Städte ein, lauf in fremden Gassen; höre fremde Menschen schrein, trink aus fremden Tassen.

Eine Frage

Da stehn die Werkmeister – Mann für Mann. Der Direktor spricht und sieht sie an: “Was heißt hier Gewerkschaft! Was heißt hier Beschwerden! Es muss viel mehr gearbeitet werden! Produktionssteigerung! Dass die Räder sich drehn!” Eine einzige kleine Frage: Für wen?

Drei Minuten Gehör!

Drei Minuten Gehör will ich von euch, die ihr arbeitet-! Von euch, die ihr den Hammer schwingt, von euch, die ihr auf Krücken hinkt, von euch, die ihr die Feder führt, von euch, die ihr die Kessel schürt, von euch, die mit treuen Händen dem Manne ihre Liebe spenden – von euch, den Jungen und …

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Der andere Mann

Du lernst ihn in einer Gesellschaft kennen. Er plaudert. Er ist zu dir nett. Er kann dir alle Tenniscracks nennen. Er sieht gut aus. Ohne Fett. Er tanzt ausgezeichnet. Du siehst ihn dir an… Dann tritt zu euch beiden dein Mann.

Der Graben

Mutter, wozu hast Du Deinen aufgezogen, Hast Dich zwanzig Jahr’ um ihn gequält? Wozu ist er Dir in Deinen Arm geflogen, Und Du hast ihm leise was erzählt? Bis sie ihn Dir weggenommen haben Für den Graben, Mutter, für den Graben!