Kriegslied

1778 ‘s ist Krieg! ‘s ist Krieg! O Gottes Engel wehre, Und rede du darein! ‘s ist leider Krieg – und ich begehre Nicht schuld daran zu sein!

Alle gute Gabe

1783 Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand; der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf.

Auf O–o R–s Grab

Aus einer Welt voll Angst und Not, Voll Ungerechtigkeit, und Blut und Tod Flüchtete die fromme reine Seele Sich ins beßre Land zu Gott; Und der Leib in diese dunkle Höhle, Auszuruhen bis zum Wiedersehn.

Fuchs und Bär

Kam einst ein Fuchs vom Dorfe her, früh in der Morgenstunde, und trug ein Huhn im Munde; und es begegnet’ ihm ein Bär. “Ah! Guten Morgen, gnädiger Herr!

Fritze

Nun mag ich auch nicht länger leben, verhaßt ist mir des Tages Licht; denn sie hat Franze Kuchen gegeben, mir aber nicht.

Eine Fabel

Vor etwa achtzig, neunzig Jahren, Vielleicht sinds hundert oder mehr, Als alle Tiere hin und her Noch hochgelahrt und aufgekläret waren,

Die Liebe

Die Liebe hemmet nichts; sie kennt nicht Tür noch Riegel, Und dringt durch alles sich; Sie ist ohn Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel, Und schlägt sie ewiglich.

Der Tod

Ach, es ist so dunkel in des Todes Kammer, Tönt so traurig, wenn er sich bewegt Und nun aufhebt seinen schweren Hammer Und die Stunde schlägt.