Ein Augenblick hat da geglüht

In einer blauen Hügelwelt Bei einer Amsel Sehnsuchtton Ein großes, grünes Roggenfeld, Und drinnen feuerroter Mohn. Wie ein Laternlein jede Blüt, Und brennen röter als der Tag. Ein Augenblick hat da geglüht, Der lang noch nicht erlöschen mag.

Sommerwind

Sommerwind durch die Felder rennt, Heupferdchen springt, die Sonne brennt. Mittag schlug’s auf der Dorfkirch schon, Der Stunden Wege niemand kennt, Das Herz läuft mit dem Wind davon.

Tage, wie Blätter still

Oft halten sich Tage wie Blätter still, Der Himmel regnen nur regnen will. Als wären die Häuser ganz menschenleer, Es gehen die Menschen wie Schemen umher, Und einem Verliebten trauern die Ohren, Er horcht auf ein Lied hinterm Regen verloren.

Glühwurm im Gras

Die Juninacht, sie hat’s entzündet, Und wie ein Blick, der dich ergründet, So liegt ein kleines Licht im Gras, Als flog es dir vom Herzen fort, Ein Liebeswort, das ungesprochen Und ungebrochen weiterglüht, Und lautlos müht sich dir zu nennen. Doch eh’ die reife Juninacht Zu End’ gedacht, Sollst du’s erkennen.

Die grüne Stube

Gern ich ein Julifeld mir küre Als grüne Stube ohne Türe. Bin Hausherr dort, bin nicht allein, Es ziehen tausend Mieter ein: Die Himmel, die wie’s Feuer summt, Die Grille, die niemals verstummt, Die Krähe, die nach Regen schreit, Der Himmel und die Ewigkeit.