Die blaue Kornblum wohnt versteckt

Die blaue Kornblum wohnt versteckt, So hab ich meinen Schatz entdeckt. Sie kann nicht meinen Händen wehren, Wiegt sie wie’s Sommerfeld die Ähren, Die Ähren sind jetzt körnerschwer, Als lag schon Brot mannshoch umher, Und nahrhaft wie im Bäckerhaus Steht’s au der langen Landstraß aus.

Und weil ich’s keinem Menschen sag’

Kam mit der Sonn’ am Spätmittag Zu einem wilden Rosenhag, Dort hielt manch Vöglein weiche Klag, Ein Himmel, der die Lieder mag, Auch über allen Gräsern lag. Doch Sehnsucht, die ich dorten pflag, Ich nicht laut zu gestehen wag, Und weil ich’s keinem Menschen sag’, Bringt’s hoffentlich die Sonn’ zu T

Der Wachtelruf

Wir gingen sacht dem Abend nach, Der Himmel war ein goldnes Dach, Der Tann voll dunkler Kammern stand, Und wie ein Bett das Ährenland. Ein Lockruf tat ans Ohr mir gehen, Andächtig blieb der Fuß uns stehen. Der Wachtel Herz noch spät anschlug, Sie hatte nicht vom Tag genug, Sie fand noch keine Abendzeit, Rief …

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Sie hat Rosen angezündet

Meine Liebste ist mit Lächeln Durch die Dornen hingegangen, Und an allen wilden Dornen Hat ein Blühen angefangen. Sie hat Rosen angezündet, Eine blieb am Rock mir hangen, Und blieb dicht an meinem Herzen Bangrot wie der Liebsten Wangen.