Meine Furcht

O stürzt, ihr Wolkenbrüche, Zum Abgrund nur hinab! O reißt, ihr Sturmesflüche, Die Wälder in ihr Grab! O flammt, ihr Blitzesgluten, O rase, Donnerklang!

Frühlings Tod

Warum, o Lüfte, flüstert ihr so bang? Durch alle Haine weht die Trauerkunde, Und störrisch klagt der trüben Welle Gang: Das ist des holden Frühlings Todesstunde!

Frage

Mir hat noch deine Stimme nicht geklungen, Ich sah nur erst dein holdes Angesicht, Doch hat der Strom der Schönheit mich bezwungen, Der hell von dir in meine Seele bricht.

Frage

Bist du noch nie beim Morgenschein erwacht Mit schwerem Herzen, traurig und beklommen, Und wußtest nicht, wie du auch nachgedacht, Woher ins Herz der Gram dir war gekommen?

Der ewige Jude

Ich irrt allein in einem öden Tale, Von Klippenkalk umstarrt, von dunklen Föhren; Es war kein Laut im Hochgebirg zu hören, Stumm rang die Nacht mit letztem Sonnenstrahle.

Eitel nichts!

‘s ist eitel nichts, wohin mein Aug ich hefte! Das Leben ist ein vielbesagtes Wandern, Ein wüstes Jagen ists von dem zum andern, Und unterwegs verlieren wir die Kräfte.