Das Gedicht

Himmlisches Leben im blauen Gewande Stiller Wunsch in blassem Schein – Flüchtig gräbt in bunten Sande Sie den Zug des Namens ein –

Auf Josephs Tod

Wie Friedrich starb entflohn die Pierinnen Der deutschen Flur, die Kriegeskünste flohn. Bei Josephs Tod seh ich der Duldung Tränen rinnen Und froher Hoffnung voll am umgestürzten Thron Den Aberglauben stolz ein Freudenlied beginnen.

Das Bad

Hier badete Amor sich heute Der Unvorsichtge entschlief Da kamen die Nymphen voll Freude Und tauchten die Fackel ihm tief Ins Quellchen, da mischten sich Wellen Und Liebe; sie täuschten sich sehr Die Nymphen, sie tranken mit hellem Gewässer die Liebe nur mehr. O! Mädchen, die Liebe nicht scheuen, Die trinken die liebliche Flut. Die …

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Cäsar Joseph

Gütig lächelte dir Zeus die Erfüllung zu Deines Wunsches, er gab dir, o Germanien, Einen Kaiser, so gut, wie dir die Mutter war, Die du weinend begraben hast.

Blumen

An den König Mehr als ein Königreich gab der Himmel dir in Luisen, Aber du brachtest ihr auch mehr als die Krone, dein Herz. Die Alpenrose Selten haftet auf Höh’n ein Funken himmlisches Lebens, Aber als König blüht dann auch die Rose des Bergs.

An den Tod

Wie den Seraph himmlische Lust erfüllet, Kommt der Brüder einer, auch selger Engel, Den des Himmels Freundschaft mit ihm verwebte Zu dem unsterblichen Bunde,

Allmächtiger Geist, Urquell aller Wesen..

Allmächtiger Geist, Urquell aller Wesen, Zeus, Oramazes, Brama, Jehova; Vorm ersten Äon bist du schon gewesen Und nach dem letzten bist du auch noch da. Du rufst aus ödem Dunkel Licht und Helle, Aus wildem Chaos ein Elysium, Du winkst und sieh! ein Tempe wird zur Hölle Und eine Sonne hüllet Nacht ringsum.

An die Muse

Wem du bei der Geburt gelächelt, Und Dichtergaben zugewinkt Der, süße Göttin, der erringt Nicht Lorbeern, wo das Schlachtfeld röchelt, Und Blut in langen Strömen rinnt, Der wird nicht im Triumphe ziehen Den ihm ein schwarzer Sieg gewinnt, Und nie von Stolz und Ehrsucht glühen Wenn zwanzig Heere vor ihm fliehen Dem Reiz des Siegerruhmes …

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An Dora

Soll dieser Blick voll Huld und Güte Ein schnell verglommner Funken sein? Webt keiner diese Mädchenblüte In einen ewgen Schleier ein? Bleibt dies Gesicht der Treu und Milde Zum Trost der Nachwelt nicht zurück? Verklärt dies himmlische Gebilde Nur Einen Ort und Augenblick?