Lied an meinen Sohn

Der Sturm behorcht mein Vaterhaus, mein Herz klopft in die Nacht hinaus, laut; so erwacht ich vom Gebraus des Forstes schon als Kind. Mein junger Sohn, hör zu, hör zu: in deine ferne Wiegenruh stöhnt meine Worte dir im Traum der Wind.

Orientalisches Potpourri

Gestern Nachmittag, meine braune Geliebte, die du nach Ruhm begehrst vor allen Frauen deines Volkes, saß ich in einem Treibhaus, und von allen Palmen und andern Gewächsen flogen mir neue Gedichte zu.

Narzissen

Weißt du noch, wie weiß, wie bleich in den Maiendämmerungen, wenn ich lag, von dir umschlungen, dir zu Füßen hingerissen, um uns schwankten die Narzissen?

Nacht für Nacht

Still, es ist ein Tag verflossen. Deine Augen sind geschlossen. Deine Hände, schwer wie Blei, liegen dir so drückend ferne. Um dein Bette schweben Sterne, dicht an die vorbei.