Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, Ein Birnbaum in seinem Garten stand, Und kam die goldene Herbsteszeit Und die Birnen leuchteten weit und breit, Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl, Der von Ribbeck sich beide Taschen voll, Und kam in Pantinen ein Junge daher, So rief er: »Junge, wiste ‘ne Beer?« Und kam …

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»Und alles ohne Liebe«

Die Mutter spricht: »Lieb Else mein, Wozu dies Grämen und Härmen? Man lebt sich ineinander ein, Auch ohne viel zu schwärmen; Wie manche nahm schon ihren Mann, Daß sie nicht sitzen bliebe, Und dünkte sich im Himmel dann Und – alles ohne Liebe.«

Ein neues Buch, ein neues Jahr

Ein neues Buch, ein neues Jahr Was werden die Tage bringen?! Wird’s werden, wie es immer war, Halb scheitern, halb gelingen? Ich möchte leben, bis all dies Glühn Rücklässt einen leuchtenden Funken. Und nicht vergeht, wie die Flamm’ im Kamin, Die eben zu Asche gesunken.

Mein Leben

Mein Leben, ein Leben ist es kaum. Ich geh durch die Straßen als wie im Traum. Wie Schatten huschen die Menschen hin, Ich selber ein Schatten dazwischen bin. Und im Herzen tiefe Müdigkeit – Alles mahnt mich: Es ist Zeit…

Gorm Grymme.

König Gorm herrscht über Dänemark, er herrscht die dreißig Jahr, sein Sinn ist fest, seine Hand ist stark, weiß worden ist nur sein Haar, weiß worden sind nur seine buschigen Brau’n, die machten manchen stumm, im Grimme liebt er drein zu schau’n, – Gorm Grymme heißt er drum.

Mittag.

Am Waldessaume träumt die Föhre, am Himmel weiße Wölkchen nur; es ist so still, daß ich sie höre, die tiefe Stille der Natur. Rings Sonnenschein auf Wies’ und Wegen, die Wipfel stumm, kein Lüftchen wach, und doch, es klingt, als ström’ ein Regen leis tönend auf das Blätterdach.

John Maynard

John Maynard! »Wer ist John Maynard?« »John Maynard war unser Steuermann, Aus hielt er, bis er das Ufer gewann, Er hat uns gerettet, er trägt die Kron, Er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn. John Maynard.«

Jan Bart.

Jan Bart geht über den Vlissinger Damm. »Hür, Katrin, wir trecken tosamm; en Huus, en Boot, ‘ne Zieg’ un ‘ne Kuh’, wat mienst, Katrin? sy miene Fru.«

Immer enger…

Immer enger, leise, leise Ziehen sich die Lebenskreise, Schwindet hin, was prahlt und prunkt, Schwindet hoffen, hassen, lieben, Und ist nichts in Sicht geblieben Als der letzte dunkle Punkt.

In Hangen und Bangen

Ach, dass ich dich so heiß ersehne, Weckt aller Himmel Widerspruch, Und jede neue bittre Träne Macht tiefer nun den Friedensbruch. Der Götter Ohr ist keinem offen, Der sich zergrämt in banger Nacht, – Komm Herz, wir wollen gar nichts hoffen Und sehn, ob so das Glück uns lacht. Vergebenes Mühen, eitles Wollen, Die Lippe …

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