Die Trommel

Der einst dem Feind die Hosen klopfte
Der hieß wohl Gustav der Verstopfte.
Die Soldaten,
Ja, die taten
für den Fürsten alles ganz umsonst.
Und sie trugen bunte Fahnen und Gewehre,
Aber vorneweg marschiert vorm ganzen Heere
Eine Trommel, eine Trommel, eine Trommel,
Radibimmel, radibammel, radibommel,
Vom Leibregiment,
Vom Leibregiment,
Das sich nach König Gustav nennt.

Der brave Landsknecht braucht nichts tragen,
denn dazu hat er seinen Wagen:
Hinterm Rosse,
Im Trosse
Marschiert die Marketenderin.

Und sie kennt vom Regiment die ganze Mannschaft,
Denn sie hat ja schon mit jedem ‘ne Bekanntschaft
Auf der Trommel, auf der Trommel, auf der Trommel,
Radibimmel, radibammel, radibommel,
Vom Leibregiment,
Vom Leibregiment,
Das sich nach König Gustav nennt.

Der Hauptmann, einer von den Fetten,
Liegt gern bis Mittag in den Betten.
Doch alleine,
Denn voll Weine,
Da verleiht er ungern seine Gunst.

Und er hält im Dienst die glasigen Augen offen,
Aber innerlich ist er total besoffen.
Und er trägt ‘nen dicken Bauch wie eine Trommel,
Radibimmel, radibammel, radibommel,
Vom Leibregiment,
Vom Leibregiment,
Das sich nach König Gustav nennt.

Und hat der ganze Spuk ein Ende,
Geht’s in des Himmels Scheibenstände.
Die Soldaten
Müssen braten
In dem allertiefsten Höllenpfuhl!

Der Teufel ist kein böser Mann, so glaubt man,
Denn er schmort sie samt dem Mädchen und dem Hauptmann
In der Trommel, in der Trommel, in der Trommel,
Radibimmel, radibammel, radibommel,
Vom Leibregiment,
Vom Leibregiment,
Das sich nach König Gustav nennt.

Es sterben auch mal Generale.
Die Trommel liegt im Arsenale.
Im Gehäuse
Die Mäuse,
Die führn das alte Leben fort.

Denn sie fressen und sie lieben und sie saufen,
Machen Junge, und sie streiten und sie raufen
In der Trommel, in der Trommel, in der Trommel,
Radibimmel, radibammel, radibommel,
Wie das Leibregiment,
Wie das Leibregiment,
Das sich nach König Gustav nennt.